Filmbeitrag Sambaco GmbH

Laudatio

Jens Huwald

Haben Sie Lust auf einen Ausflug, meine Damen und Herren? Stellen Sie sich eine kleine Stadt mit etwas mehr als 40.000 Einwohnern vor. Und nun stellen Sie sich vor, wie diese Stadt über 200.000 Besucher beherbergt. Besucher aus aller Welt. Drei Tage lang. Und nun stellen Sie sich vor, dass diese Stadt nicht nur aus allen Nähten platzt – das schon auch – sondern tanzt und trommelt, singt und lacht. Drei Tage lang. In diesem Jahr bereits zum 20. Mal.

Genau, unser Ausflug geht in die Samba-City. Wer jetzt allerdings an Rio denkt, liegt ganz falsch. In die Samba-City kommt selbst Giovane Elber aus seiner brasilianischen Heimat angereist. Viele Südamerikaner und Europäer tun es ihm nach, auch wenn es in die Samba-City Coburg – noch – keine Linienflüge gibt.

Rio de Bavaria steht Kopf, wenn sich alljährlich mehrere tausend Künstler mit bunten Federn und mitreißenden Rhythmen in dem mittelalterlichen Städtchen ein Stelldichein geben. Wie die Besucher kommen auch die Tänzer und Musiker aus aller Herren Länder.

Das Festival in Coburg selbst ist längst zu einem festen Bestandteil im Kalender der heimischen Bevölkerung und der ausländischen Besucher geworden. Gerade durch die Mischung aus bayerischer Gemütlichkeit und südamerikanischer Lebensfreude konnte das Festival in den 20 Jahren seiner Geschichte beständig wachsen, immer mehr Fans gewinnen und an Begeisterungsfähigkeit zunehmen.

Der Tourismus-Magnet erhält zusätzliche Anziehungskraft durch das bereite Angebot für das leibliche Wohl der Besucher. In Abwandlung eines Merksprüchleins aus Schulzeiten möchte ich diese überschäumende Mischung so beschreiben:
Wo Caipi sich und Weißbier messen
Sie alle Sorgen schnell vergessen.
Und hier entsteht durch Rhythmenklang
Der brasil-fränk’sche Überschwang.

Der „Exportpreis Bayern 2011“ in der Kategorie Tourismus geht an
Sambaco GmbH in Coburg